Anwendung von Konjak-Glucomannan bei der Gewichtsabnahme

Sein Gewicht zu senken, vor allem den Körperfettanteil, ist keine leichte Aufgabe. Um dieses Ziel zu erreichen und einen Jojo-Effekt oder eine erneute Gewichtszunahme zu vermeiden, müssen die Lebensgewohnheiten, vor allem die Ernährung, umgestellt werden.

Eine reduzierte Kalorienaufnahme ist eine Strategie, um die Fettspeicher zu mobilisieren und Gewicht zu verlieren. Das ist jedoch nicht immer einfach. Deshalb ist es wichtig, den Appetit zu zügeln und den Glukose- und Insulinspiegel im Blut konstant zu halten, um Hungerattacken zu vermeiden.

Konjak-Glucomannan ist eine Option, die eine kalorienarme Ernährung unterstützt. Glucomannane sind aus der asiatischen Konjac-Knolle gewonnene Ballaststoffe, die die Fähigkeit haben, Wasser aufzunehmen und ein Netz im Magen-Darm-Trakt zu bilden.

Konjak-Glucomannan und seine gesundheitsfördernden Eigenschaften

Glucomannan ist ein natürlicher Ballaststoff, der aus der Konjac-Knolle (Amorphophallus konjac K. Koch) gewonnen wird, die ursprünglich aus China und Japan stammt und deren Wurzel fast zu 100 % aus Ballaststoffen besteht. Dieses Nahrungsergänzungsmittel kann die Gewichtsabnahme unterstützen (1), weil es mit Wasser eingenommen wird und so das Volumen im Magen erhöht. Es besitzt zudem weitere Eigenschaften:

  • Zügelt den Appetit

Dank seiner Fähigkeit, Wasser aufzunehmen, der sogenannten hydrophilen Wirkung(2), bindet sich Glucomannan an die Wassermoleküle und bildet ein Gel, das die Passage der Lebensmittel durch den Magen verlangsamt und dadurch das Sättigungsgefühl verstärkt. Das macht es einfacher, kleinere Portionen zu essen und nicht mehr Nahrung als notwendig aufzunehmen.

Außerdem gelangt der in Lebensmitteln enthaltene Zucker langsamer ins Blut. Der Insulinspiegel steigt so nicht zu stark an und wird konstant gehalten(2). Dieser Effekt ist besonders wichtig, da er das Verlangen nach zuckerhaltigen und verarbeiteten Lebensmitteln reduziert.

Natürlich muss auch der restliche Speiseplan angepasst werden, damit sich diese positive Wirkung bemerkbar macht. 

Das Ziel, Gewicht zu reduzieren, wird in Kombination mit einer kalorienarmen Ernährung und mit der Einnahme dieses  Nahrungsergänzungsmittels von 3 g täglich in drei Dosen à 1 g, eingenommen mit ein bis zwei Gläsern Wasser, erreicht.

  • Senkt den Cholesterinspiegel im Blut

Konjac-Glucomannan wirkt auf den Darm und absorbiert die mit der Nahrung aufgenommenen Cholesterinpartikel (3), sodass deren Aufnahme reduziert wird. 

In wissenschaftlichen Studien wurde nachgewiesen, dass Glucomannan als Nahrungsergänzungsmittel auch angewendet wird, um den Überschuss von Lipiden im Blut abzubauen. Dies liegt darin begründet, dass es den Transport von Cholesterin und Gallensäure hemmt.

  • Probleme mit Verstopfung?

In den letzten Jahren hat Konjac-Glucomannan (KGM), das gemäß der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft wurde, viel Aufmerksamkeit gewonnen, da es nicht nur die Gewichtsabnahme unterstützt, sondern auch den Transport der verzehrten Lebensmittel begünstigt, sodass die Darmpassage wie bei anderen wasserlöslichen Ballaststoffen vereinfacht wird (4). Es wirkt also auch als Abführmittel. Dies ist der Grund, warum es gegen Verstopfung eingesetzt werden kann.

Einbindung von Konjak-Glucomannan in den Speiseplan

Kulinarisch gesehen ist Konjak-Glucomannan eher unauffällig, da es keinen Eigengeschmack hat und farblos ist. Am besten wird es deshalb mit anderen Lebensmitteln kombiniert. Die Gefahr besteht jedoch, dass wir denken, mit diesem Nahrungsergänzungsmittel mögliche Exzesse kompensieren zu können. 

Deshalb sollten Saucen, Gewürze oder kalorienreiche Nahrungsmittel nur in Maßen ergänzt werden. Wir können Glucomannan auf unterschiedliche Weise in unseren Ernährungsplan integrieren:

Konjac-Nudeln

Es handelt sich um ein ganz neues Lebensmittel, das wenige Kalorien enthält und satt macht. Es eignet sich ideal für alle, die nicht auf Nudeln verzichten möchten. Diese sogenannten Shirataki-Nudeln werden aus den getrockneten Fasern des Konjak-Glucomannan hergestellt.

Sie werden wie alle anderen Nudelsorten zubereitet. Jedoch sollten sie mit einer Sauce oder einer Portion Fleisch oder Gemüse kombiniert werden, da sie keinen Eigengeschmack haben. Eine Portion mit 100 g des zubereiteten Produkts liefert 12 g Ballaststoffe.

Konjac-Reis

Er wird aus der zerstoßenen und getrockneten Konjac-Knolle hergestellt. Seine Zubereitung ist ganz einfach und kann mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden, die für eine kalorienarme Ernährung geeignet sind, zum Beispiel Hähnchenbrust, gegrillter Fisch oder Gemüse. Er enthält nur 39 Kalorien auf 100 Gramm und 18 % Ballaststoffe. Eine Portion mit 25 g Konjac-Reis liefert 9 g Ballaststoffe. 

Glucomannan als Kapseln

Konjac-GlucomannanDiese werden in Fläschchen mit 63 Kapseln zu jeweils 371 mg angeboten. Unser Konjac-Extrakt ist zu 90 % in Glucomannan titriert, sodass eine maximale Wirkung garantiert wird. Es wird empfohlen, 3 Kapseln vor den Mahlzeiten, also 9 Kapseln täglich, einzunehmen. Um einen optimalen Sättigungseffekt zu erzielen, werden die Kapseln mit am besten mit einem Glas Wasser oder einer Tasse Gemüsebrühe eingenommen.

Konjak-Glucomannan kann ein gutes Hilfsmittel für alle sein, die abnehmen und ihren Kalorienverbrauch reduzieren möchten, ohne dabei auf den Verzehr von leckeren Lebensmitteln verzichten zu müssen.

Quellenangaben

  1. Kaats GR, Bagchi D, Preuss HG. Konjac Glucomannan Dietary Supplementation Causes Significant Fat Loss in Compliant Overweight Adults [published online ahead of print, 2015 Oct 22]. J Am Coll Nutr. 2015;1‐7. doi:10.1080/07315724.2015.1009194
  2. Cui Zhang, Ji-da Chen 2 Feng-Qing Yang. Konjac Glucomannan, a Promising Polysaccharide for OCDDS
  3. Ramya Devi Devaraj, Chagam Koteswara Reddy, Baojun Xu. Health-promoting. Effects of Konjac Glucomannan and Its Practical Applications: A Critical Review
  4. Chua M, Baldwin TC, Hocking TJ, Chan K. Traditional uses and potential health benefits of Amorphophallus konjac K. Koch ex N.E.Br. J Ethnopharmacol. 2010;128(2):268‐278. doi:10.1016/j.jep.2010.01.021