Gesunde Verdauung und gute Darmtätigkeit dank der Pflanzen

Wir Menschen nehmen täglich Nahrung und Getränke auf, um die notwendige Kraft und Nährstoffe für unsere Lebensfunktionen zu erhalten. Unser Verdauungstrakt sowie einige nebenliegende Drüsen wie Leber und Bauchspeicheldrüse übernehmen diese für das Leben und die Gesundheit unabdingbare Aufgabe. Wenn das komplexe System aus Verdauung, Stoffwechsel, Absorption, Nährstofftransport und schließlich die Ausscheidung der Reststoffe nicht richtig abläuft, können zahlreiche Organe und Systeme davon betroffen sein. So einfach ist das. Wenn Ihr Verdauungstrakt (Magen, Därme usw.) angemessen arbeitet und der Verdauungsablauf den entsprechenden Rhythmus (weder zu langsam noch zu schnell) hat, dann kann alles andere von einer guten Grundlage für die ordnungsgemäße Funktion ausgehen.  

Aber Sie fragen sich möglicherweise: Warum habe ich keine gute Verdauung? Woran liegen meine Probleme wie Sodbrennen, Verstopfung, meine langsame Verdauung oder meine Probleme mit den Blähungen? Die Antwort umfasst normalerweise eine Kombination verschiedener Faktoren wie Entzündung, gestörter Verdauungsrhythmus, Stress, schlechte Ernährung, übermäßige Säureabgabe des Magens, Mikrobiotaveränderung, Heliobacter-Entzündung (Heliobacter pylori) oder sogar psychologische und seelische Störungen (1).

Aus diesem Grund muss auch die Behandlung der Verdauungsbeschwerden aus mehreren Faktoren bestehen, wobei keine der möglichen Lösungen - auch nicht die der Pflanzenheilkunde - ausgeschlagen werden sollte. 
Einige traditionelle Arzneipflanzen, die mit der eigentlichen Geschichte der Menschheit verbunden sind und lange vor dem Erscheinen der Synthesepharmaka bestanden, haben die Besonderheit, Verdauungsprobleme zu lindern (2) (3). Insbesondere diejenigen, bei denen man sich unwohl, aufgebläht, mit Schmerzen und Blähungen usw. fühlt. Damit ist nicht nur das funktionelle, sondern auch das soziale Unwohlsein gemeint.

Natürliche Lösungen für Verdauungsprobleme

Sie müssen nicht still darunter leiden und dürfen auf keinen Fall resignieren. Die Natur bietet Lösungen für eine optimale Verdauung. Hier stellen wir einige Beispiele für konkrete Fälle vor. Eine Kombination aus Nopal - Extrakt (Opuntia ficus-indica) und Extrakt der Olivenbaumblätter (Olea europea) zusammen mit Alginat und Bicarbonat ist hilfreich, um Häufigkeit und Symptome der gastroösophagealen Refluxkrankheit zu senken (4). Somit kann diese Kombination bei Sodbrennen eine große Linderung bedeuten.

Wenn Sie unter funktioneller Dyspepsie - einer der geläufigsten gastrointestinalen Störungen - mit sehr unangenehmen Symptomen wie Oberbauchfüllegefühl, Oberbauchschmerzen, Aufstoßen, Blähungen, frühzeitige Sattheit, Sodbrennen oder Übelkeit (5) leiden, sollten Sie sich von Arzneipflanzen wie Lakritze helfen lassen. Wissenschaftliche Untersuchungen von Lakritze zeigen ihren Nutzen bei funktioneller Dyspepsie. 

Dabei ist auch die Engelwurz (Angelica archangelica) nicht zu vergessen. Sie wird traditionell in der Volksmedizin als Aufguss bei Flatulenzen, Magenverstimmung, allgemeiner Schwäche oder auch bei Bronchitis eingesetzt (7). Sie wird insbesondere in den nördlichen Ländern - in denen sie seit dem 10. Jahrhundert angebaut wird - als Heilpflanze und essbares Gemüse geschätzt. In Skandinavien ist sie besonders beliebt, wo sie weiterhin speziell von den Samen eingesetzt wird. 

Heutzutage untersucht man ihre Wirkungen zum Schutz der Magenschleimhaut und gegen Magengeschwüre zusammen mit anderen Kräuterextrakten (8) wie auch ihre Leber schützende Wirkung (9). Es gibt sogar neuere Untersuchungen, die ihr Antitumorpotenzial zeigen (10). 
Damit hätten wir nur ein paar Beispiele aus der Anwendung der Pflanzenheilkunde gezeigt, aber es gibt noch mehr.

Bei langsamer Verdauung

Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich die physiologischen Abläufe tatsächlich, aber auch hier können Pflanzen bei Verstopfung sehr hilfreich sein. Verstopfung wird als eine Störung basierend auf seltenem Stuhlgang, schwer auszuscheidendem Stuhl, dem Eindruck unvollständiger Entleerung oder als Verbindung mehrerer dieser Faktoren definiert (11). Andererseits werden Unwohlsein oder starke Bauchschmerzen zusammen mit Verstopfung neben anderen Faktoren als Reizdarmsyndrom definiert (12). Die Aufnahme von Ballaststoffen und gute Hydratation sind grundlegende Regeln zur Linderung der Verstopfung

Zu den dafür am meisten untersuchten Ballaststoffen gehört der Indische Flohsamen oder Ispaghula (Plantago ovata). Die Schale als schleimartiger Teil der Samenhülle ist der am meisten verwendete Teil. Sie enthält lösliche, viskose und fermentierbare Fasern, kann Wasser binden, quellen und eine gelartige Masse bilden, die das Stuhlvolumen erhöht und den Stuhl weicher macht. Auf diese Art wird zur Anregung der peristaltischen Bewegungen beigetragen und die Verstopfung (13) (14), wie auch andere Werte wie Cholesterin, Blutzucker und Körpergewicht (15) (16) werden verbessert. Es gibt sogar Untersuchungen, die auf eine Senkung der Reizdarmsymptome hindeuten (17).

Neben den Flohsamenschalen (besser sogar noch aus biologischem Anbau) stellen Probiotika (lebendige Mikroorganismen, die für den Körper nützlich sind) eine weitere wirksame Strategie zur Linderung der Verstopfung und Darmentzündung dar. Hierbei sind es insbesondere die Milchsäurebakterien (18) (19) (20), wobei die Wirkung jedoch vom verwendeten Bakterienstamm und der untersuchten Bevölkerung abhängen kann. Dazu kommt die präbiotische Wirkung (als „Nährmittel“ der Mikrobiota-Bakterien im Sinne ihrer Wachstumsanreger) einiger natürlicher Stoffe wie Teufelszunge oder Konjac Glucomannan (Amorphophallus konjac K. Koch), die zur Gewichtsabnahme und zur Verbesserung der Verdauung und Entzündung beitragen können (21) (22).

Schließen Sie endlich Frieden mit Ihrem Verdauungstrakt!

Wenn Sie unter Verdauungsproblemen leiden, wenn Sie auf bestimmte Lebensmittel (z. B. Kohlsorten, Hülsenfrüchte, Kopfsalat usw.) wegen Unverdaulichkeit verzichtet haben, sich aufgebläht fühlen, unter langen und schweren Verdauungen leiden, bei seltenem Stuhlgang und wenn Sie außerdem bei der Ausscheidung Kraft anwenden müssen - dann sollten Sie sich die Pflanzen merken, die bei der Bekämpfung von Darmkrämpfen, Sodbrennen, Dyspepsie, Blähungen, Verstopfung und Blähbauch helfen. 

Die Kombination aus verschiedenen Kräuterextrakten ist eine gute Lösung. Warum? Da wie bei allen Teams zwei Faktoren gelten: die Wirkung eines jeden Bestandteils für sich und die Teamarbeit (Synergie) aller dieser Bestandteile. D. h., dass Magen, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren und Darm Teamarbeit leisten müssen, damit die Verdauungstätigkeit gut abläuft und Sie sich wohlfühlen. Dafür gibt es verschiedene natürliche Lösungen und Kräuterextrakte, die Ihnen bei der Verbesserung des Verdauungskomforts und bei Verstopfung helfen können. 

Aus diesem Grund ist eine Entscheidung für komplexe Rezepturen der Pflanzenheilkunde (wie auch zusammen mit Probiotika und Präbiotika), die gleichzeitig positiv auf mehrere Organe wirken, ein sicherer Einsatz für Ihre Verdauungsgesundheit

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Quellenangaben

(1) Functional dyspepsia- a multicausal disease and its therapy, Allescher HD. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16859904
(2) Contributions to the phytotherapies of digestive disorders: Traditional knowledge and cultural drivers of Manoor Valley, Northern Pakistan. Rahman IU, Ijaz F, Afzal A, Iqbal Z, Ali N, Khan SM. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27353866
(3) Ethnomedicinal plants used for digestive system disorders by the Karen of northern Thailand, Kornkanok Tangjitman, Chalobol Wongsawad, corresponding author Kaweesin Kamwong, Treetip Sukkho, and Chusie Trisonthi https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4422539/
(4) Efficacy and Safety of a Natural Remedy for the Treatment of Gastroesophageal Reflux: A Double-Blinded Randomized-Controlled Study
Umberto Alecci, Francesco Bonina, Andrea Bonina, Luisa Rizza, Santi Inferrera, Carmen Mannucci and Gioacchino Calapai
 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5080480/
(5) Validation of the gastrointestinal symptom score for the assessment of symptoms in patients with functional dyspepsia.
Adam B1, Liebregts T, Saadat-Gilani K, Vinson B, Holtmann G. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16098003
(6) An Extract of Glycyrrhiza glabra (GutGard) Alleviates Symptoms of Functional Dyspepsia: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Study
Kadur Ramamurthy Raveendra, Jayachandra, Venkatappa Srinivasa, Kadur Raveendra Sushma, Joseph Joshua Allan, Krishnagouda Shankargouda Goudar, Hebbani Nagarajappa Shivaprasad, Kudiganti Venkateshwarlu, Periasamy Geetharani, Gopalakrishna Sushma, and Amit Agarwal 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3123991/
(7) Bhat Z A, Kumar D, Shah M Y. Angelica archangelica Linn. is an angel on earth for the treatment of diseases. Int J Nutr Pharmacol Neurol Dis [serial online] 2011 [cited 2019 May 27];1:36-50. Available from: http://www.ijnpnd.com/text.asp?2011/1/1/36/77531
(8) Antiulcerogenic effect of some gastrointestinally acting plant extracts and their combination. Khayyal MT1, el-Ghazaly MA, Kenawy SA, Seif-el-Nasr M, Mahran LG, Kafafi YA, Okpanyi SN. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11505785
(9) Hepatoprotective effect of Angelica archangelica in chronically ethanol-treated mice. Yeh ML, Liu CF, Huang CL, Huang TC.
 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12711833
(10) Medicinal properties of Angelica archangelica root extract: Cytotoxicity in breast cancer cells and its protective effects against in vivo tumor development. Oliveira CR, Spindola DG, Garcia DM, Erustes A, Bechara A, Palmeira-Dos-Santos C, Smaili SS, Pereira GJS, Hinsberger A, Viriato EP, Cristina Marcucci M, Sawaya ACHF, Tomaz SL, Rodrigues EG, Bincoletto C. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30799248
(11) WGO Practice Guideline - Constipation http://www.worldgastroenterology.org/guidelines/global-guidelines/constipation
(12) All Roads Lead to Rome: Update on Rome III Criteria and New Treatment Options. David Q. Shih, MD and Lola Y. Kwan, MD https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3085189/
(13) Fiber and functional gastrointestinal disorders. Eswaran S1, Muir J, Chey WD. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23545709
(14) The Effect of Psyllium Husk on Intestinal Microbiota in Constipated Patients and Healthy Controls. Jalanka J,, Major G, Murray K, Singh G, Nowak A, Kurtz C, Silos-Santiago I, Johnston JM, de Vos WM, Spiller R. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30669509
(15) Effects of psyllium vs. placebo on constipation, weight, glycemia, and lipids: A randomized trial in patients with type 2 diabetes and chronic constipation.
Noureddin S, Mohsen J, Payman A. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30219432
(16) Lipid- and glucose-lowering efficacy of Plantago Psyllium in type II diabetes. Rodríguez-Morán M, Guerrero-Romero F, Lazcano-Burciaga G. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9747644
(17) Soluble or insoluble fibre in irritable bowel syndrome in primary care? Randomised placebo controlled trial.
Bijkerk CJ, de Wit NJ, Muris JW, Whorwell PJ, Knottnerus JA, Hoes AW. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19713235/
(18) Nutritional care of the patient with constipation. Fernández-Bañares F. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16782530
(19) Probiotics, fibre and herbal medicinal products for functional and inflammatory bowel disorders
Diego Currò,corresponding author Gianluca Ianiro, Silvia Pecere, Stefano Bibbò, and Giovanni Cammarota
 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5429330/
(20) The efficacy of probiotics in the treatment of irritable bowel syndrome: a systematic review.
Moayyedi P1, Ford AC, Talley NJ, Cremonini F, Foxx-Orenstein AE, Brandt LJ, Quigley EM. 
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19091823
(21) Konjac glucomannan, a promising polysaccharide of Amorphophallus konjac K. Koch in health care. Behera SS, Ray RC. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27481345/
(22) Health-promoting effects of konjac glucomannan and its practical applications: A critical review. Devaraj RD, Reddy CK, Xu B. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30586587